Unser Dorf

Ostermundigen ist für viele Einwohnerinnen und Einwohner immer noch «unser Dorf». Als ich mit meiner Familie vor gut zwanzig Jahren nach Ostermundigen gezogen bin, war ich beeindruckt von der vielfältigen und starken Vereinskultur, den traditionellen Anlässen wie z.B. dem Herbstmärit oder der gelebten Identifikation mit den Steinbrüchen.

Wesentliche Gründe für unseren Zuzug waren attraktive Schul- und Sportanlagen, optimale Verkehrsanbindungen und bezahlbarer Wohnraum. Alles Punkte, welche für eine Familie mit drei Kindern von Relevanz sind. Zudem war uns die Nähe zur Stadt Bern wichtig: Arbeitsplätze, Gymnasium, Berufsschule, Fachhochschule, Universität, Theater, Kino, Aare - alles schnell und bequem erreichbar.  Später wurden zudem Pfadi, Unihockey, der FCO oder der nahegelegene Wald zu wichtigen Fixpunkten für unsere Familie.

Ostermundigen bietet einerseits die Vorteile der Stadt Bern, andererseits sind wir eine eigenständige Gemeinde. Und wir können einiges in unserer Gemeinde mitbestimmen, dazu müssen wir uns aber engagieren und Verantwortung übernehmen. Ob und wie wir mit Bern fusionieren, wird voraussichtlich erst in einigen Jahren entschieden. Im politischen Tagesgeschäft können wir also nicht einfach abwarten, sondern müssen weiterhin die aktuellen Herausforderungen anpacken. Konkret heisst das, die Ressourcen effizient einsetzen und Prioritäten festlegen. Lieber weniger erledigen, dafür aber das Richtige.

Ich setze mich im Gemeinderat unter anderem ein für ein gutes Schulangebot, eine konsequente, kosteneffiziente Umsetzung der Schulraumplanung und der Ortsplanungsrevision sowie für eine nachhaltige Finanzpolitik. Ich verstehe unter nachhaltiger Finanzpolitik primär, dass wir nicht zu Lasten unserer Nachkommen leben. Das beinhaltet einerseits eine verantwortungsvolle Ausgabenpolitik, aber auch eine zukunftsorientierte Investitionspolitik. Ausschlaggebend dabei ist nicht primär das einzelne Kalenderjahr, sondern die langfristige positive Entwicklung – Nachhaltigkeit eben.

Es gilt, aktuelle Herausforderungen in «unserem Dorf» anzugehen und die Weichen für eine eventuelle Fusion mit Bern zu stellen: Es gibt viel zu tun – packen wir’s an!

Gerardo Grasso, Gemeinderat Bildung Kultur Sport (bisher)
Kandidat GGR und GR, Liste 2 *FDP.Die Liberalen“